Entstehung

Die Anfänge unserer Organisation

Jan Meurer arbeitet seit 2003 als Justizvollzugsbeamter und ist seit 1997 leidenschaftlicher Boxer und Thai-Boxer. Das Boxen hat viel Struktur und Ausdauer in sein Leben gebracht. Durch seinen Beruf kommt Jan viel mit Menschen zusammen, die die Orientierung in ihrem Leben verloren haben und leider gehören da auch immer mehr Jugendliche und junge Heranwachsende zu. Hier wuchs der Wunsch heran diesen jungen Leuten zu helfen und wieder neue Perspektiven für ihr Leben zu geben, bevor sie „hinter Gitter“ landen. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass Sport, speziell Kampfsport (Boxen), einem hilft die Ausdauer zu stärken und zwar nicht nur die körperliche Fitness. Man kann die im Training erlernten Charaktereigenschaften Respekt, Disziplin und das Einhalten von Regeln auch auf seinen Alltag übertragen.

 

Die Mitgründerin des Projektes ist Saskia Amenda. Sie arbeitet seit 2013 als Lehrerin und ist seit 2000 eine ebenso leidenschaftliche Boxerin wie Jan. Durch ihren Beruf kommt sie in direkten Kontakt mit Jugendlichen und weiß, dass der stressige Alltag einige Schüler immer wieder überfordert. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass Sport diesen Schülern helfen kann (Lern-) Blockaden wieder zu lösen. Ebenso ist „Boxen macht Schule“ ein sehr gutes Mittel an Schüler/innen heranzukommen und einen positiven Kontakt zu ihnen aufzubauen.

 

Jan und Saskia möchten mit ihrem Projekt speziell an Schulen gehen, da viele Schüler aus ganz unterschiedlichen Gründen immer mehr Probleme haben sich in die gegebenen Strukturen und letztlich auch in die Gesellschaft einzufügen. Durch „Boxen macht Schule“ lernen die Jugendlichen, durch Sport, sich an die elementaren Punkte wie Respekt, Disziplin, Regeln und einen gewaltfreien Umgang zu halten und werden dadurch auch körperlich ausgelastet, was für viele Jugendliche nach einem langen Schultag sehr erholend ist.

 

Boxen bietet sich hierfür an, da man besonders die sogenannten „schwierigen Jugendlichen“ damit sehr gut ansprechen kann. Die Schüler/innen merken hierbei sehr schnell, dass sie ohne Respekt ihren Trainingspartnern gegenüber nicht sehr weit kommen. Durch die ständig einfließenden Übungen zu den eben genannten elementaren Punkten werden diese für die Schüler/innen zur Routine und sie fangen an diese auch in ihr Umfeld hinauszutragen.

Text: Saskia Amenda